Bürogebäude Münchener Rück Süd 1, München Deutschland
Bei Süd1 ging es um weit mehr als ein bloßes Bürohaus am Englischen Garten. Es ging um Nachbarschaften, um historische Stadträume, die mit modernen Mitteln wiederhergestellt werden und es ging um das "Bauen im Bestand", in einem sensiblen Quartier mit Bauten aus der Gründerzeit und aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Die Architekten dachten deshalb von Anfang an in stadträumlichen Dimensionen. Gereizt habe sie der Kontext, sagt Carlo Baumschlager.
So führten sie die Vorarlberger Gestaltungsprinzipien fort, die an den Häusern der Umgebung abzulesen sind. Sie brachen mit dem langen Betonriegel des Vorgängerbaus, nahmen souverän ein Geschoss zurück und markierten mit dem neuen Haupteingang einen deutlichen Gebäudeeinschnitt, der nicht nur die fünfgeschossige Fassade rhythmisierte, sondern auch die alte Reihung der Gedonstraße wiederherstellte.
Dieser Rücksprung modelliert die Fassade von Süd1 und führt gegenüber dem historischen Haupthaus der Münchener Rück ein Konzept weiter, mit dem Schwabing groß wurde: die so genannte Staffelbauweise, bei der einzelne Bauten nicht als geschlossene Straßenfront erscheinen. Stadtdessen machen sie Platz für Licht, Luft und Sonne, die in rückwärtige Bereiche fluten. Wo sonst karge Hinterhöfe stehen, findet man so Bereiche, die verbunden bleiben mit der Straße und dem Leben im Quartier.
"Auszug aus Süd1, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft"
Planungsbeginn: 1998
Fertigstellung: 2001
Dieses Projekt ist mit Carlo Baumschlager als strategisch führendem Partner im Büro Baumschlager Eberle, Vaduz entstanden.





