Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, Bregenz Österreich
An einer der stärkst befahrenen Straßen des Landes wurde von der Alpenländischen Heimstätte ein geförderter Wohnbau beauftragt.
Der Ort zeigt neben der Problematik von massiven Emissionen einen Maßstabssprung im Einfahrtsbereich der Stadt Bregenz. Die Traufenlinie bricht an dieser Stelle um zwei Geschosse ab. Der Charakter der Vorstadt, mit hoher Dichte, verändert sich in diesem Teil der Rheinstrasse zur Einfamilienhausstruktur.
Die Größe des möglichen Volumens eignete sich somit perfekt den Höhensprung herzustellen und unterschiedlichen Strukturen zu verbinden. Der Kopfbau reagiert auf die 6-geschossige Nachbarschaft, während der niedrigere zurückgeschobene Bauteil sich am „kleinen“ Folgegebäude orientiert.
Die gewählte architektonische Sprache wird von der Vorstellung einer maximalen Robustheit, physikalisch und im Ausdruck, getragen. Schwarze Betonfertigteile, tiefe Laibungen und klare, geometrische Verhältnisse verleihen dem Volumen die für den Ort notwendige Kraft.
Die innere Erschließung entwickelt sich um einen kleinen Lichthof, ist im Weiteren zweihüftig und gibt Ausblicke nach draußen frei. Die Wohnungen sind nach dem geförderten Wohnbau organisiert, sehr flächensparend und mit Loggias versehen.
Insgesamt zeigt V 106 große Standhaftigkeit an einem sehr schwierigen Ort.
Planungsbeginn: 2004
Fertigstellung: 2007
Dieses Projekt ist mit Carlo Baumschlager als strategisch führendem Partner im Büro Baumschlager Eberle, Lochau entstanden.



